In Auswertung dieser Arbeiten entstand die Idee auch im Mobilfunk die Signalkanäle zu analysieren und damit die Wirkungsweise der Mobilfunktechnik zu verstehen. Auch im Mobilfunk soll nur die letzte Meile Gegenstand der Untersuchung sein, da man hiebei die Signalisation mit sog. Trace-Mobiles verfolgen kann. Wie im ISDN wird auf der letzten Meile bestimmt, welche Leistungsmerkmale dem Nutzer zur Verfügung stehen.
Diese Idee wurde von dem Umstand genährt, dass die Call-Control-Messages im Mobilfunk weitestgehend denen im ISDN entsprechen, was nicht nur füt GSM sondern auch für UMTS gilt. Die GSM-Pioniere Michel MOULY und Marie-Bernadette PAUTET nennen ISDN "Godfather of GSM".
Der Signalisationsaufwand zur Herstellung und Aufrechterhaltung von Mobilfunkverbindungen mit seinen Meldungen für das "Radio Resources management" und das "Mobility management" ist allerdings deutlich höher als der Aufwand für die Steuerung der "Circuit -switched call control ". Trotzdem, oder gerade deshalb gestattet auch hier die Analyse des Signalaustausches "zu verstehen was passiert".
Die genannte Vorgehensweise sich mit Mobilfunk zu beschäftigen schließt natürlich keinesfalls aus, sich eingehend mit der "hochfrequenztechnischen Komponente" der Mobilfunksysteme auseinander zu setzen, bestehend aus Antennen, Ausbreitungsbedingungen, Sendern, Empfängern, Modulationsverfahren, Impulsdiagrammen, Filtern, Kompressionstechniken, Signalprozessoren usw. Im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtung sollten daher Lernenden bzw, Studierenden beide Aspekte der Mobilfunkbetrachtung dargeboten werden.
Bestärkt durch die freundliche Aufnahmen seines Büchleins "Der ISDN-D-Kanal im Dialog" , hat sich der Autor , selbst studierter Hochfrequenztechniker, das Ziel gesetzt, die Vorgänge im Mobilfunk, GSM, GPRS und UMTS anhand der Analyse der Signalkanäle zu beschreiben. Bisher ist dazu der Titel "Die GSM-Dm-Kanäle im Dialog" im EPV-Verlag erschienen. Bitte betrachten Sie das Inhaltsverzeichnis dieser Schrift. Das Thema GPRS wurde vom Autor zusammen mit dem Thema GSM auf einer (CBT) CD behandelt. Diese ist kombiniert mit einem Trace-Mobile SAGEM OT290 für die Mobilfunk-Ausbildung gedacht (siehe auch Abschnitt 5). Für das Thema UMTS ist zur Zeit noch kein SAGEM Trace-Mobile im Handel das, mit einem PC verbunden, Rohtrace liefert.
Wenn man über Signalisation sprechen will, sollte man über die Möglichkeit verfügen Signale aufzuzeichnen d.h. zu tracen. In dem ausgezeichneten Buch über "GSM-Signalisierung" von G. Heine werden dazu Messeinrichtungen benutzt wie sie in der oberen Netzebene eingesetzt werden. Da für Lehrkräften und Lernende die Schnittstellen der oberen Netzebene allgemein nicht zugänglich sind, die dazu erforderliche Messtechnik auch sehr teuer ist, untersucht der Autor der vorliegenden Zeilen die Signalisation auf der Luftschnittstelle. Im ISDN entspricht das dem Tracen des D-Kanals auf dem S0-Bus.
Als Messeinrichtungen werden die vorzüglichen Trace-Mobiles
der Fa. SAGEM verwendet. Dem Autor steht dazu für GSM das OT 260 und für
GPRS das OT 96MGPRS (aktueller Typ OT 290) zur Verfügung.
Neben der Möglichkeit Kenngrößen der
Mobilfunkverbindung auf dem Display des Trace-Mobiles abzulesen, lassen
sich die genannten Geräte über Kabel mit den COM-Ports
eines PC verbinden und so die Informationen auf den Signal-Kanälen
auswerten, darstellen und speichern. SAGEM liefert dazu die Software OT
Drive PC, lauffähig unter MS Windows. OT Drive PC gestattet
es in unterschiedlichen Fenstern aktuelle Kenngrößen
des GSM wie "Layer 1 report", "MM information", "RR information", "Service
state", "QOS", "C/I" und "AMR" schritthaltend abzulesen.
Für GPRS werden "RLC/MAC information", "LLC information",
"GMM information", "SM/SNDCP information" und "QOS information" schritthaltend
angezeigt.
Da ein Trace von OT Drive PC im Binär-Format gespeichert wird, kann man sich die Dynamik der Kenngrößen jederzeit erneut durch ein Replay anschauen. Dadurch kann in der Lehre auch mit Tracekonserven gearbeitet werden, wodurch nicht jeder Lernende und Lehrende über ein Trace-Mobile verfügen muss.
Entscheident für die Analyse der Signalkanäle
ist die Möglichkeit mit OT Drive PC die Layer Messages
aufzuzeichnen und zu speichern. Diese bestehen in der hexadezimalen Darstellung
der Meldungen auf dem "GSM Layer2" , dem "GSM Layer 3", sowie der "RLC/MAC messages"
und der "GMM-SM messages".
Diese Hexstrings sind mit Datum Uhrzeit und Zeitmarke
versehen und können in eine EXCEL *.csv Datei exportiert werden.
Um eine Übersicht über den Ablauf des Trace
zu erhalten, importiert man die *.csv Datei zweckmäßig in ein
EXCEL-Arbeitsblatt.
Im Beispiel ist ein Ausschnitt aus einem Mobile Terminated Call dargestellt.
Zur weiteren Analyse ist es erforderlich den Inhalt der Hex-Strings ETSI-konform zu übersetzen. Dazu hat Herr Sebastian Göller einen Übersetzer geschrieben, der interpretativ arbeitet, dh. die Bedeutung des Inhaltes einer Meldung aus einer Text-Datei einem sog. Script abliest und darstellt. Die Scriptfiles wurden vom Autor bei Zugrundelegung der entsprechenden ETSI Empfehlungen geschrieben. Das Übersetzungswerkzeug heißt GSMViewbzw. GPRSView. Siehe auch den Schnappschuss in dem die Kanalanforderung aufgrund der vorausgegangenen Meldung PAGING REQUEST TYPE 1 (wie im EXCEL-Arbeitsblatt dargestellt) übersetzt gezeigt wird. Als Beispiel für einen Scriptfile kann die GSM 04.08 konforme Übersetzung der Meldung PAGING REQUEST TYPE 1 betrachtet werden. Die Übersetzer GSMView und GPRSView unterscheiden sich übrigens nur durch die Anzahl der Script-Dateien.
Zur Übersetzung von UMTS-Tracen existiert der Entwurf des Übersetzers UMTSView. Der Übersetzer UMTSView folgt dem Arbeitsprizip von GSM/GPRSView besitzt aber mehr Schalter und einen weiterentwickelten Interpreter
Für eine Reihe von Betrachtungen, zum Beispiel
der Kommunikation zwischen Partnern, von denen einer ein Mobilfunk-Teilnehmer,
der andere ISDN-Teilnehmer ist, muss ein Trace im GSM und
im ISDN aufgezeichnet werden. Als Werkzeug zur Aufnahme eines ISDN-D-Kanal
Traces kann natürlich jedes der zahlreichen auf dem Markt befindlichen
Tracegeräte verwendet werden. Der Autor hat aber auch hier eine kostengünstige
Lösung geschaffen.
Als ISDN-Endgeräte werden eine Fritzkarte und die
Clienten für Telefonie, Faximile und Datenübertragung verwendet.
Der Trace wird mit dem ISDN-Monitor CapiDog,
einer Freeware der Shamrock Software GmbH aufgezeichnet. Die
ETSI-konforme Übersetzung erfolgt mit TraceView einem von Sebastian
Göller für W@tchTrace von onsoft geschriebenen
Übersetzer, der für CapiDog modifiziert wurde
Das Heft "Die GSM-Dm-Kanäle im Dialog" (ISBN 3-93618-00-X) enthält eine CD, auf der Rohtrace, die Übersetzer GSMView und TraceView, sowie mit freundlicher Genehmigung der Shamrock Software GmbH, der ISDN-Monitor CapiDog, enthalten sind. Damit kann der Leser zahlreiche Übungen entweder auf der Grundlage von Tracekonserven oder mit eigenem (handelsüblichen) Mobile und Fritzkarte durchführen.
Die Lehr-CD "Die Signalisation im Mobilfunk Transparent"(ISBN
3-93631807-7) enthält:
- den Lehrtext des genannten Heftes, aus dem auf Übungen
und Bilder in PowerPoint-Folien zugegriffen werden kann,
- einen Powerpoint-Vortrag mit über 100 Folien zum
Thema "Die DSM-Dm-Kanäle im Dialog"
- Übungen mit den genannten Hilfsmitteln, zu denen
mit freundlicher Genehmigung der Firma SAGEM das Programm OTDrivePC,
zählt, sodass Rohtrace im Replay-Mode wiedergegeben werden können
Nachstehend ist die Messanordung dargestellt, mit der
GSM- und ISDN- Trace erfasst werden .
Die folgenden Ausführungen stellen weder einen Ausschnitt aus dem o.g. Lehrheft, bzw. der CD dar, noch eine lückenlose Beschreibung der GSM- GPRS- UMTS-Technik , sondern sollen lediglich belegen, dass man die Wirkungsweise der Mobilfunktechnik sehr gut durch Beschreibung der Vorgänge auf den Signalkanälen beschreiben kann. Es wurde allerdings bisher stillschweigend vorausgesetzt, dass der Leser mit der Signalisation im ISDN vertraut ist:-)(siehe z.B. ISDN Beispieltrace)
Es wurde ein Anruf aus dem Festnetz (ISDN) zu einem Mobile (OT 76 M) sowohl auf der ISDN-Seite als auch auf der GSM-Seite getraced. Im übersetzten ISDN-Trace ist nur die Schicht 3 dargestellt. Bei dem korrespondierenden GSM-Trace-L3-CC wurden mittels der Filter von GSMView alle Meldungen der Schicht 2 und alle Meldungen der Schicht 3 außer den CC-Messages unterdrückt. Man beachte auch die Zeitdifferenz zwischen der Auslösung des Rufs (SETUP) auf der ISDN-Seite und dem Klingeln des Mobiles (ALERTING) .
1.2 Ein Trace der Schicht 3 mit allen auftretenden Meldungen
Lässt man die Übersetzung aller Messagetypen zu und schließt nur noch die L2-Messages von der Übersetzung aus so erhält man GSM-Trace-L3-All. Man beachte der hohen Anteil von Nachrichten die das Radio Resource Management bewerkstelligen. Die Bedeutung dieser Meldungen und die Rolle ihrer Informationselemente werden im o.g. Heft "Die GSM-Dm-Kanäle im Dialog" (ISBN 3-93618-00-X) ausführlich beschrieben. Allerdings werden bei alleinigen Darstellung der Schicht 3 Nachrichten einige wichtige Komponenten der Kommunikation vernachlässigt, wie z.B. die Kanalanforderung, die auf der Schicht 2 stattfindet.
1.3 Ein kompletter Trace der Schichten 2 und 3
Wie man an dem bereits oben dargestellten EXCEL-Arbeitsblatt
ablesen kann, werden nicht alle auf der Schicht 2 empfangenen Nachrichten
an die Schicht 3 übergeben. Andererseits lösen bestimmte Nachrichten
der Schicht 3 Sendungen auf der Schicht 2 aus. So zum Beispiel kann im
kopletten GSM-Trace-L2L3 nachgelesen werden,
dass die im Rahmen 17 dargestellte Schicht 2 - Meldung PAGING
REQUEST TYPE 1 im Rahmen 18 an die Schicht 3 übergeben wird. Dieser
Ruf an das Mobile löst sodann die Kanalanforderung im Rahmen 19 aus. Man nennt einen
derartigen Anruf "mobile terminated call" MTC.
Das Netz weist daraufhin im Rahmen 51, mit der Meldung IMMEDIATE ASSIGNMENT,
dem Mobile einen Kommunikationskanal zu.
Das Mobile sendet im Rahmen 54 PAGING RESPONSE und bittet gleichzeitig (mit SABM), um
Übergang in den bestätigten Mode, was im Rahmen 57 vom Netz mit UA bestätigt wird.
Der Leser möge selbst suchen, in welchem Rahmen mit DISCONNECT auf der Schicht 2 der
acknowledge Mode verlassen wird.
2. Dienste im GSM
2.1 Telephonie
Im ISDN-D-Kanal werden Teledienste in den Informationselementen Bearer
Capability und High Layer Compatibility spezifiziert. Im Dm-Kanal
des GSM ist das genauso. Betrachten Sie dazu noch einmal die Anforderung
des Dienstes Telefonie im SETUP (Rahmen 1) des GSM-Trace-L3-CC
.
2.2 Fax Group2/3
Will die Gegenstelle eine Fax-Verbindung über einen
GSM-Kanal initiieren so wird das in den Informationselementen BC und HLC
erwartungsgemäß so formuliert wie im ISDN-zu-GSM-Fax-Trace
dargestellt. Interessant ist die Nachricht über eine Rufumleitung,
die vom Netz eingesetzt wurde. Da das in der Übung verwendete Mobile
das Fax nicht darstellen kann, wurde das Fax an eine Mailbox übergeben
und der Empfänger gefragt an welches Faxgerät das Fax zwecks
Ausdruck übergeben werden soll.
Zur besseren Heraushebung der CC-Meldungen wurden die
RR-Rahmen in diesem Trace wieder durch Filter unterdrückt.
2.3 Filetransfer
Datenübertragung vom Festnetz zu einem (GSM-)Mobile oder
umgekehrt bzw. zwischen zwei (GSM-)Mobiles erfordert die Beauftragung dieses
Dienstes beim Operator. Zur Durchführung des Dienstes erhält
der Mobilebesitzer eine spezielle Telefonnummer (Mobile Subscriber ISDN
Number MSISDN).
Versucht man Daten mit einer für Telefonie zugelassenen
Nummer zu übertragen so ist die Reaktion des Mobiles vom Betreiber
des Mobilfunknetzes abhängig.
Betrachten wir zunächst ein Beispiel, bei dem der
Datenanruf aus dem ISDN zum D1-Netz gestartet wurde. Der Trace auf der
ISDN-Seite ist in "Data to GSM" dargestellt.
Betrachten wir nun die Reaktion des Mobiles, die aus dem Trace "Data
from ISDN" hervor geht. Im SETUP des Netzes ist kein BEARER
enthalten.
Deshalb weist das OT76M den Anruf zurück.
Dieses Verhalten des Netzes ist erlaubt, entsprechend
Recommendation GSM 04.08 Abschnitt 9.3.23.1 Setup (mobile terminated
call establishment) ist die Anwesenheit des IE Bearer capability ;
optional.
Der Netzbetreiber D2 verhält sich anders. Wie man
aus dem Trace "Data from ISDN to D2"
ersehen kann, wird der Ruf bereits vom Gateway MSC (GMSC) zurückgewiesen.
Der Ruf erreicht das Mobile gar nicht..
Wird, wie oben angeführt, ein für DFÜ
zugelassenes Mobile angerufen, so enthält das SETUP die aus dem ISDN
bekannte Formulierung des Bearers, wie man aus dem Trace DatenISDN-GSM
ersehen kann (die RR-messages sind wieder ausgefiltert). Da das Mobile
für zum Empfang der Daten nicht mit einem PC verbunden war, mußte
der Ruf abgewiesen werden, daher steht als Grund für das DISCONNECT
"Besetzt".
3. Dienstmerkmale im GSM
3.1 Grundlagen
Man unterscheidet (wie aus dem 1TR6 bekannt) "Rufabhängige
Dienstmerkmale" ( call related Supplementary Service (SS) messages)
und
"Rufunabhängige Dienstmerkmale" (non call related SS messages).
Während die ersteren in Rahmen einer Telefonverbindung über die
Meldung FACILITY aufgerufen werden, heißt die Meldung für den
Aufruf der letzteren FACILITY REGISTER. Beide Meldungen sind in der Abstracten
Syntax Notation 1 (ASN.1) formuliert.
3.2 Beispiele für "Rufabhängige Dienstmerkmale"
Als Beispiele dafür sollen an dieser Stelle
HOLD
und Konferenz behandelt werden.
Erhält man während eines Gesprächs einen zweiten Anruf (Anklopfen wurde erlaubt), so ist es möglich das aktuelle Gespräch zu halten, und sich mit dem anklopfenden Partner zu verbinden. Dazu muss die Meldung HOLD ausgesandt werden, die das Netz veranlasst die aktuelle Verbinden zu halten und mit dem anklopfenden Partner zu verbinden. Die Rückkehr zur gehaltenen Verbindung geschieht mit der Meldung RETRIEVE. Im Trace HOLD-RETRIEVE ist dieses Vorgehen ( bei unterdrückten RR-Meldungen) dargestellt.
Falls der Teilnehmer am Mobile aus dem HOLD heraus eine Verbindung mit beiden Partnern wünscht, kann er an seinem Telefon das Dienstmerkmal Konferenz aufrufen. Während im ISDN zwischen der Dreierkonferenz und der 10er-Konferenz unterschieden wird, gibt es im GSM nur die "Konferenz mit mehreren Teilnehmern" MTPY (Multiple Party) die es gestattet bis zu 5 Teilnehmern (SIEMENS ME 45) in der Konferenz vu vereinen. Beachten Sie dazu den Trace MPTY.
3.2 Beispiel für "nicht rufabhängige Dienstmerkmale"
Als Beispiele dafür sollen an dieser Stelle
CLIP/CLIR
und Rufumleitung behandelt werden.
Im ISDN wurden CLIP und CLIR durch einen
Schalter (ein Bit) im Informationselement Calling Party Number eingestellt.
Im GSM wird CLIR bei entsprechender Einstellung
am Mobile (was von Hersteller zu Hersteller verschieden gehandhabt wird)
durch das Informationselement CLIR Ivocation in der SETUP
Meldung
veranlasst.
Bei Erlaubnis die eigenen Rufnummer auf der Gegenstelle darzustellen
(also CLIP) fehlt diese IE im SETUP.
Alle Mobiles gestatten es Rufumleitungen zu schalten.
Betrachten Sie dazu den Trace Aktivierung einer unbedingten
Rufumleitung und danach den Trace Deaktivating
der Rufumleitung. In beiden Traces wurden aus Gründen der besseren
Lesbarkeit die aus dem Beispiel im Abschitt 1.2 bekannten RR-Meldungen
herausgefiltert.
4. Über SMS
Rahmen die SMS- Meldungen beinhalten besitzen den Protocol
Discriminator 9. Die Meldungen werden über einen SDCCH übertragen,
es ist also kein Traffic Channel notwendig. Der Layer 3 kann dem
Layer 2 insgesamt Nutzer-Daten (eine SMS) in der Länge von 160 Byte
übergeben. Der Layer 2 muss diese Meldung in Abschnitte zu maximal
23 Byte segmentieren. Der
SMS-Trace
ist
hier ungenau, da bei der Decodierung des Rohtraces die Segmentierung aufgehoben,
und aus 2 Rahmen einer gemacht wurde. Das Interessante ist, dass die Nutzerdaten
in einem 7 bit Alphabet dargestellt werden. Man kann also einen SMS Trace
nicht sofort lesen, sonder muss ihn decodieren, was im o.g. übersetzen
Trace im Rahmen 9 angedeutet wird. Aus Gründen der Übersichtlichkeit
wurde beim Übersetzen des Traces der RR-Filter eingeschaltet.
Mit dem Extended Message Service EMS (TS
123 040), lassen sich 255 SMS' zu einer EMS aneinanderreihen. es existieren
Steuerelemente, die es gestatten, Töne Bilder und Animationen zu übertragen.
SIEMENS benutzt das EMS-Prinzip um mit seinem ME45 Texte in der Länge
von 5 SMS zu verschicken. Ein ebenfalls EMS-fähiges Mobile empfängt
den Text als eine Meldung, während ein nicht EMS fähiges
Mobile hintereinander 5 einzelne SMS empfängt. Betrachten Sie
dazu den Trace EMS-Empfang.
Eine weitere Steigerung der Übertragungsqualtiät
von Meldungen wird mit dem Multimedia Message Service MMS erreicht. Dazu
muss das Übertragungsmedium echte MMS Qualitäten aufweisen,
was nur mit GPRS und UMTS möglich ist.
5. Über GPRS
5.1 Allgemeines
Der General Packet Radio Service (GPRS)
bietet die Möglichkeit über die im GSM-Netz organisierten Funkkanäle
Paket-Daten zu übertragen. Um dieses Leistungsmerkmal zu installieren,
musste das GSM-Netz durch die im folgenden Bild dargestellten Komponenten
erweitert werden.
Der Gateway GPRS Supportnode GGSN stellt den Einsprungpunkt
vom Internet in das Paketfunknetz dar. Er besitzt eine feste IP-Adresse
(wie jeder IP-Router) und ist maßgeblich beteiligt bei der Zuteilung
einer IP-Adresse an das GPRS-Mobile, wenn dieses mit einem ActivatePDP
CONTEXT REQUEST eine Verbindung zum Internet anfordert.
Der Serving GPRS Support Node SGSN ist im wesentlichen
eine Paketvermittlung für die Datenpakete aus mehreren angeschlossenen
PCU's, die ihrerseits Base Station Subsysteme mit mehreren Funkzellen
versorgen.
Die Packet Control Unit PCU konvertiert die Paketdaten
in sog. PCU-Rahmen, die im Format den TRAU-Rahmen (Rahmen mit komprimierten
Sprachdaten) gleichen. Die Gleichheit der Struktur dieser Rahmen gestattet
es die Infrastruktur des GSM (Mobile, BTS und BSC) für das GPRS zu
verwenden.
Die PCU ist für das RR-Management im GPRS verantwortlich
und benutzt dazu das RLC/MAC Protokoll.
War für das Verständnis der Informationsübertragugung
im GSM die Kenntnis der Signalisation im ISDN von Nutzen, so sollte der
Leser der sich mit GPRS beschäftigen will zunächst über
Kenntnisse der Datenübertragung im LAN und im Internet verfügen.
Dazu gehört es zu wissen, wie Informationen in TCP/IP Pakete verpackt
werden und z.B. in Ethernetpaketen (mit MAC-Header) den Rechnern im LAN
zugestellt werden.
Bei Vorhandensein derartiger Vorkenntnisse fällt
es leichter zu verstehen, wie die IP-Pakete aus dem Internet im GGSN getunnelt,
mit Hilfe des Subnetwork Dependent Convergence Protocol
SNDCP komprimiert und dann in Rahmen des Logical Link Control LLC
eingefügt werden. Zum Transport über die Luftschnittstelle müssen
die LLC-Rahmen nochmals segmentiert werden damit sie in Blöcken von
( beim Codieschema CS1) 23 Oktett Länge durch vier Bursts übertragen
werden können. Datenblöcke besitzen einen (Medium Acces Control)
MAC-Header von 8 Bit länge und einen (Radio Link Control) RLC-Header von
2-3 Oktett Länge. RLC/MAC Steuerblöcke, wie sie in den Trace
vorkommen besitzen nur einen MAC-Header.
Obwohl im GPRS ähnlich dem GSM eine ganze Gruppe verschiedener
Paket Steuer- und Verkehrskanäle definiert sind, ist deren Einsatz
nicht Pflicht. Wie man aus den nachstehend aufgeführten Traces erkennen
kann, werden in den momentanen GPRS-Netzen z.B. die Broadcast- (BCCH)
Paging- (PCH) und Control- (CCCH) Kanäle des GSM verwendet. Einzig
der Packet Data Traffic Channel PDTCH und der Packet Associated Control
CHannel PACCH werden z.Zt. für die GPRS-Übertragung verwendet.
5.2 GPRS-ATTACH (Wie meldet sich ein Mobile am Netz an)
In der Technologie der Kanalvermittlung des GSM, reagiert ein Mobilfunkgerät nach dem Einschalten folgendermaßen:
Nachdem sich das Gerät auf den stärksten Sender, mit der Kennung des zugelassenen Operators (Providers), aufsynchronisiert hat, liest es die SYSTEM INFORMATIONEN die auf dem Broadcast Control CHannel seiner Zelle ausgesandt werden. Es findet in der Meldung SYSTEM INFORMATION TYPE 1 die Frequenzen von Broadcast- und Traffic Channel, findet in der Meldung SYSTEM INFORMATION TYPE 2 die Frequenzen der Broadcast Kanäle der Nachbarzellen. In der SYSTEM INFORMATION TYPE 3/4 findet sie in welcher Zelle sie sich gerade aufhält und weitere Parameter. Mit den gewonnenen Informationen kann das Mobilfunkgerät eine Voreinstellung seiner Filter und Generatoren vornehmen.
Um sich im Netz anzumelden, fordert das Mobilfunkgerät
nunmehr zum Zwecke des
Location updates einen Kanal an, der ihm
mit der Meldung IMMEDIATE ASSIGNMENT zugewiesen wird.
Die MS sendet einen LOCATION UPDATE REQUEST bei gleichzeitigemÜbergang
in den gesicherten Mode (SABM). Dieser Anmeldung wird von Netz nach
Feststellung der Identität des Mobiles und einer Authentifizierung
zugestimmt. Betrachten Sie dazu den Trace Location
Update.
Danach wird der gesicherte Mode wieder verlassen und
die MS wartet entweder auf ein PAGING REQUEST bei dem das Netz
das Mobiles mit seiner (IMSI) TMSI ruft, oder der Nutzer des Mobiles initiiert
einen Anruf.
In beiden Fällen fordert das Mobile erneut einen Kanal an, erhält in einer IMMEDIATE ASSIGNMENT Meldung die Frequenz und den Zeitschlitz des Control Channels zugewiesen, über den die erforderlichen Steuerungsinfornationen zwischen Mobile und Netz ausgetauscht werden. Schließlich wird dem Mobile vom Netz ein Transportkanal zugewiesen, über den die Kommunikation (Das Telefongespräch) abgewickelt wird.
In der Technologie der Paketvermittlung von GPRS, verhält sich das Mobile zunächst wie in GSM.
Neben den SYSTEM INFORMATIONEN TYPE 1 bis 4 sucht
das Mobile auf dem Broadcast Channel nach der Meldung
SYSTEM INFORMATION TYPE 13.
Wird diese Meldung gefunden, liest das Mobile daraus einige
wichtige Parameter hinsichtlich GPRS Mobile Allocation, GPRS Cell Options,
GPRS Power Control Parameter u.s.w. Nach Lesen und Verarbeiten dieser
Informationen fordert das Mobile einen Kanal an um das LOCATION
UPDATING REQUEST durchzuführen.
Mit der Meldung ATTACH REQUEST meldet sich das
Mobile beim SGSN als anwesend an. Man sagt es wird für die MS ein
Context aufgebaut der unter anderem den Aufenthaltsort (die Routing Area)
die Identität des Mobiles, Authentitäts Informationen usw. enthält.
Der geschilderte Vorgang wird im Trace GPRS-ATTACH
dargestellt. Man erkennt, dass als erstes die Melduingen LOCATION
UPDATING REQUEST an die Schicht 2 übergeben wird, die daraufhin
sofort einen Kanal anfordert. Danach, beinahe gleichzeitig, wird
von der Schicht 3 die Meldung GMMATTACH REQUEST übergeben.
Man verfolge nun, dass jetzt zwei Vorgänge nacheinander
ablaufen. Zunächst das Location
Updating,wozu ein einfacher Steuerkanal SDCCH genügt. Nachdem
der dazu benutzte Kanal wieder abgegeben wurde, erfolgt erneut ein IMMEDIATE
ASSIGNMENT , wobei ein Paketdatenfluss zugewiesen wird
(Temporary Block Flow). Die Kommunikation zwischen Mobile und Netz (BTS)
erfolgt nun über Datenblöcke, die im Trace des Signalkanals
nicht erscheinen.
Das Netz startet nun einen AUTHENTICATION REQUEST gefolgt von einem IDENTITY REQUEST. Wenn der dazugehörende Informationsaustausch erfolgreich war sendet das Netz ein ATTACH ACCEPT den das Mobile mit ATTACH COMPLETE quittiert.
Im Trace GPRS-ATTACH
können
Sie die genannten GPRS Mobility Management Kommandos finden.
Achten Sie bitte auf die RLC-Frames die zusammen mit
jedem GMM-Kommando gesendet wurden. Zum Beispiel:
- ATTACH REQUEST gefolgt von
- CHANNEL REQUEST auf dem RACH
,
danach sendet das Netz ein
- IMMEDIATE ASSIGNMENT Kommando und ein
- PACKET UPLINK ASSIGNMENT Kommando die
durch einen
- ACCES BURST bestätigt werden.
- Die Uplink RLC Data Blocks sind im Trace nicht
enthalten, aber das
- PACKET UPLINK ACK/NACK Kommando welches die
empfangenen Datenblocks bestätigt oder zurückweist
Dem folgt ein PACKET DOWNLINK ASSIGNMENT und so
weiter..
Man beachte, dass, neben den Daten alle Kommandos in LLC-Rahmen verpackt
über den GPRS-Kanal gesendet werden. Betrachten Sie das am Beispiel der Meldung
ATTACH REQUEST.
Beachten Sie auch die unterschiedliche Anzahl von Zeitschlitzen,
die dem Mobile vom Netz im Uplink und Downlink zugewiesen werden.
5.2 GSM SM ACTIVATE und DEACTIVATE PDP CONTEXT REQUEST
Nachdem das Mobile im Netzwerk registriert ist (ATTACH
ACCEPT), kann eine IP-Nummer (Vervollständigung des Contextes)
vom Netz angefordert werden. Ist die IP-Nummer zugewiesen, verhält
sich das Mobile wie ein Terminal im Internet, es ist jederzeit erreichbar
(always on).
Zur Anforderung des Contextes hat das Mobile eine ACTIVATE
PDP CONTEXT REQUEST Meldung zu senden. Neben weiteren Parametern enthält
die Meldung:
Den Packet data Protokol type (z.B. IPv4),
den
Access Point Name (zur Auswahl des GGSN des Netzbetreibers),
Das Quality of Service (QoS) profile ( bestehend aus Priority,
Delay Class, Mean- und Peak Troughput rate und Reliability Class)
u.s.w.. Das Netzwerk beantwortet die Forderung allgemein mit ACTIVATE
PDP CONTEXT ACCEPT. Dieses Kommando enthält die gewährten
QoS Parameter und die IP-Nummer.
Das Handling kann am Trace PDP_Context_Request
verfolgt werden. Betrachten Sie den gleichen Trace mit ausgefilderten RR,
MM und RLC/MAC Meldungen Context_Requ_kurz.
Die Auflösung des Contextes d.h. die Rückgabe
der IP-Nummer erfolgt über das Kommando Deactivate_PDP_Context_Request,
von dem auch eine, durch Einsatz der Filter entstandene Deakt_PDP_Context-Req-kurz
existiert.
Wenn der PDP Context besteht, stellt der GPRS-Kanal eine IP-Verbindung sicher,
wie sie vergleichsweise (mit Ausnahme der Übertragungsgechwindigkeit) im LAN existiert.
Wer sich die IP-Rahmen im LAN z.B. mit "ETHEREAL" angesehen hat kann diese auch im
GPRS-Trace finden. Betrachten Sie dazu den Rahmen eines ping-Kommandos.
6. Über UMTS
6.1 Allgemeines
Mit UMTS steht ein neuer Funkkanal zur Verfügung, auf dem von den Operatoren maximal eine
Übertragungsgeschwindigkeit von 384 kbit/sec zugelassen wird. Wie bereits im Zusammenhang
mit dem GSM-Funk-Kanal bemerkt, verdient auch der UMTS-Funk-Kanal eine gesonderte
Betrachtung, die jedoch an dieser Stelle nur stark gekürzt erfolgen soll.
- Die Operatoren (in Deutschland) verfügen im Frequenzband von Uplink 1,92..1,98 GHz, Downlink 2,11..2,17 GHz
je eine Frequenz.
- Diese Frequenz wird mit einer Impulrate von 3,84 Mega chips pro Sekunde (Mcps) moduliert.
Der Begriff chip wird zur Unterscheidung zum
Terminus bit für die Symbol- (Nutzsignal-) Rate gebraucht.
6.2 Die Netzstruktur
Ähnlich dem Übergang vom GSM zum GPRS wurden möglichst viele Komponenten der Infrastruktur
erhalten, d.h. für beide Systeme genutzt (siehe das nachstehende Bild).
Wer von GSM/GPRS
auf UMTS "umgestiegen" ist weiß, dass er seine SIM-Karte nur in das UMTS-Mobile
einstecken musste, um im neuen Netz zu telefonieren. Das geht u.a. aus dem unten stehenden
Bild hervor, da das Home Location Register HLR für beide Netze zuständig ist.
6.3 Kodieren und Dekodieren von RRC-Messages
Während im ISDN, GSM und GPRS nur einige Meldungen in ASN.1 kodiert sind
(z.B. die Supplementary Services),
findet man im UMTS ohne Ausnahme alle RRC-Messages in "Packet ASN.1
(PER:ITU-T Recommendation X.691)" kodiert.
Wenn Sie sich einigermaßen mit der Kodierung in ASN.1 auskennen,
können Sie die RRC-Messages wie in ETSI TS 125331 beschrieben dekodieren.
Sie werden sich allerdings bald die Frage stellen wie mit den optionalen Informations Elementen
umgegangen werden soll,
oder was Sie für die Größe der gegebenen Variablen einsetzen sollen für die eine von -bis Spanne
angegeben ist.
Die Lösung dieser Probleme ist relativ einfach (wenn man weiß wie:-).
Die Firma inacon besitzt auf Ihrer Web-Seite eine Online Bibliothek (Demo)(http://www.inacon.com/library/demo/index.php).
Sie finden dort unter den RRC-Protokollen die ASN.1 typische Übersetzung der Meldung rrcConnectionRequest.
Wenn Sie dieses
Beispiel aufmerksam verfolgen wird erklärt wie die Schalter und Variablen in den UMTS-Traces dieser
Web-Seite zustande kommen.
In den Abschnitten 1..5 dieser Ausarbeitung habe ich die Prinzipien der Mobilen Kommunikation,
am Beispiel von Tracen der Luftschnittstelle erklärt. Wenn man auch im UMTS das Verhalten auf
der Luftschnittstelle anhand von Tracen erklären will, entsteht die Frage mit welcher technischen Einrichtung
diese Trace gefangen werden sollen. Es gibt da einige Möglichkeiten:
- Man nimmt den Trace vom Iub Interface des Node B, aufgezeichnet durch ein Tektronix Trace-Tool.
Kritik der Lösung: Nicht möglich, sehr teuer und das Problem, wie soll der Lehrer
Zugriff zum Radio Network System erhalten?
- Aufnahme des Traces mit einem Qualcomm-trace-mobile
und dekodieren mit der spezielle Software "Friendly Viewer".
Kritik der Lösung: Die Aufnahme von Traces auf dem UMTS-Air-Interface ist möglich, die Meßeinrichtung
ist im Angesicht leerer Kassen im Bildungssystem kaum erschwinglich.
- Unsere Lösung: Herr Sebastian Göller hat, wie schon für das ISDN und für GSM/GPRS,
einen Übersetzer für UMTS-Trace, die in Hex Format vorliegen, geschrieben.
Mir selbst fällt die Aufgabe zu die Scripte zu schreiben durch die die Hex-Strings ETS-conform übersetzt
werden.
Betrachten Sie bitte das nachstehende Bild.
Man sieht die Schalter mit denen die verschiedenen Kanäle separiert werden können, sowie die
Möglichkeit Zeilennummern einzublenden.
Es stellt sich die Frage wo wir die Rohtrace her bekommen um sie zu übersetzen wie im folgenden Bild gezeigt. RRC CONNECTION REQUEST
6.4 Kanalanforderung im UMTS
Während im GSM/GPRS die Kanalanforderung durch einen Burst auf dem RACH-Kanal erfolgt,
ist die Kanalanforderung im UMTS aus vielerlei Gründen komplexer. Wie aus dem
nachstehenden Bild hervorgeht, wird vom Mobile zunächst mit einer Impulsgruppe vom
4096 chips beim Node B "angeklopft". Wenn der Node B
diese Signal nicht erhört wird das Anklopfen mit größerer Leistung wiederholt,
solange bis der Node B auf dem Acquisition Indicator Channel
die Erlaubnis zu Senden der RRC CONNECTION REQUEST
Meldung gibt. Der physikalische Kanal auf dem die Meldung RRC CONNECTION REQUEST
zum Node B gesendet wird heißt Physical Random Access Channel
PRACH.
6.5 Ein Telefonanruf im UMTS
Das Prinzip des Verpackens der NAS-Messages in die Meldungen INITIAL-,UPLINK-,
oder DOWLINK-DIRECT TRANSFER gilt generell im UMTS, sodaß man im UMTS Trace eines
Telefonanrufs außer den aus dem GSM bekannten Meldungem
nur wenige UMTS-typische findet.
Letzes Update am 07.01.06 Wird fortgesetzt:-)
In ISDN there is a "Last Mile"
used to convey the information of Layer 1 between Local Exchange
and telephone station, in the mobile network the last mile has to
bridge the distance between Mobile Station (MS) and Base Transceiver Station (BTS)
using the radio channel . It may be evident that the signalling system
to establish a connection and to keep it alive is much more complex than
the one in ISDN. For example in the stream of messages on the Dm-channels
there are much more messages serving the Radio Resources or the Mobility
Management than messages serving the Call Control. But the CC-Messages and Information
Elements are mostly identical with those of the ISDN-D-Channel. That should
be shown by the following examples .
To generate traces of the air interface Um we need a trace mobile, may be
a SAGEM OT 260 and a remote terminal in the local network of ISDN.
The measurement setup is shown in the following picture.
The raw traces captured with OT76 M (linked with a computer
running OTDrivePC) got translated with GSMView (written by Sebastian Göller).
The above picture shows the outfit of the tool.
A feature which should be of interest is the possibility to suppress
frames of the different protocol discriminators which
are not of interest:
| CC: 0011 | MM: 0101 | RR: 0110 | GMM: 1000 | SMS: 1001 | GSM:
1010 | SS: 1011 | TV: 1111 | NO: No information field|
Using the check box Layer 2, only the frames between
SABME and DISC get translated.
For instance in the example "Time delay in the ISDN-GSM-field " you find
only CC-Messages.
1.2 A Trace of Layer 3
To see the full trace in idle and dedicated mode
you have to activate the check box Layer 3. For example see Layer3-Trace
of a connection between network and mobile .
1.3 The CC- messages of layer 3
In the example Layer 3-Trace-CC
there are all PD disabled without PD 03 Call Control Messages.
Another example showing the equivalence between CC-Messages
in ISDN and GSM you can find in the above mentioned example
"Time delay in the ISDN-GSM-field" .
2. Services in GSM
2.1 Telephony
From ISDN we know, teleservices are to be defined in
the Information Elements Bearer Capability and High Layer Compatibility.
In case of Telephony you may verify that by looking at Layer2-Trace.
2.2 Fax Group2/3
If the remote terminal likes to set up a facsimile call, BC
and HLC must have the form shown in Layer2-Fax-Trace.
As we know that there are a lot of RR Messages, making
a trace hard to read, in the facsimile trace RR an MM Frames got filtered out.
2.3 File transfer
If the remote terminal likes to set up a data connection,
it has to make the entry unrestricted digital information
in the Bearer Capability Information Element.
The response of the mobile depends on the operator of the PLMN. First
have a look to an example found making a data call from ISDN to D1
network. The trace of the ISDN site is shown in "Data
to GSM". Now you can examine the answer of the Mobile in the trace
"Data
from ISDN".
You can find no Bearer IE in the call from the network.
Therefore the OT76 M refuses the call.
The behavior of the network is correct, according
to recommendation GSM 04.08 paragraph 9.3.23.1 Setup (mobile terminated
call establishment) the presence of the information element Bearer
capability is optional.
The operator D2 acts in an other way. As you can see in the
trace "Data from ISDN to D2" the
call is refused already in the gateway from ISDN to GSM network.
The call does not reach the mobile.
3. Supplementary Services in GSM
3.1 Basics
You have to distinguish call related Supplementary
Service (SS) messages and non call related SS messages. The
one will appear in a stream of normal Call Control
messages. The other are "stand alone". Both messages are coded in the
Abstract Syntax Notation one (ASN.1).
3.2 An example of call related Supplementary Service (SS) messages
For example the Supplementary Services HOLD and
MULTI PARTY SERVICE (MPTY) are call related.
The trace was captured by an OT 260. To hold the Trace clearly arranged, only
CC-Messages are shown in MULTI PARTY SERVICE.
Please follow the trace and have a look at the moment when the user gives the
command HOLD to the network. After that, he calls a second subscriber. After being
connected with him he calls for the MULTI PARTY SERVICE. The Network will connect the three
peers to the "conference bridge" and they can all three talk to each other.
3.3 An example of non call related Supplementary Service (SS) messages
OT76 M allows call forwarding. Please look at the trace activating
call forwarding unconditional and the trace deactivating
call forwarding unconditional. In both traces the RR frames, known
from the example of paragraph 1.2 got filtered. That makes the traces
more compact and better to read.
4. About SMS
SMS frames can be recognized by its PD=9. There are the messages
CP-DATA, CP-ACK and CP-Error. They all are conveyed
by an SDCCH, that is, no traffic channel is needed. Layer 3 may pass the
whole SMS (more than 140 byte) to layer 2. This stream of date is
to be segmented by layer 2 in blocks of 23 byte.
Please have a look to the sample
SMS-Trace .
It may be of interest that user data are coded in a 7 bit alphabet.
There fore 160 characters take (160x7)/8=140 byte. In the shown trace
the decoding of the user data (4 character:-)) is demonstrated.
Using the RR-filter of GSM-View gives the decoded traced more clearness.
If you like to have a closer look to the GSM-Dm-Channels interpreted by traces
captured on the air interface, you can order the book "About the GSM-Dm-Channels"
offered by the EPV-Publisher.
The book contains a CD with Raw-traces translatable
with the tool GSMView, examples, raw-traces and scripts how to translate them.
On the CD you find also Power Point-sheets with exercises executed with mobiles
usual in the trade or preserved traces, etc..
5. About GPRS
5.1 Basics
The General Packet Radio Service (GPRS) represents
the possibility to convey data packets over radio channels organized by
GSM.
To enable this feature the GSM network had to be extended
as shown in the following picture.
To convey packet data over the air
interface additional to the 26-Multiframe and the 51-Multiframe (in
GSM used to transfer traffic and signalling data), in GPRS a 52-Multiframe
is added to build the Packet Data CHannels PDCH.
In spite of the fact that GPRS knows a similar number
of logical channels as GSM, not all of the possible PDCH's are mandatory
present. As you can see in the following traces for instance the Broadcast
and Control Channels of GSM are used. The only used GPRS typical
channels are the Packet Data Traffic Channel PDTCH and the Packet Associated
Control CHannel PACCH.
5.2 GPRS-ATTACH
In Circuit Switched Technology of GSM, the mobile, if switched on by the user,
acts as follows:
It reads the SYSTEM INFORMATIONS sent by the Broadcast Control CHannel of its Cell, finds in the message SYSTEM INFORMATION TYPE 1 the frequencies of Broadcast- and Traffic Channel, finds in the message SYSTEM INFORMATION TYPE 2 the beacon frequencies of the neighbor cells. In SYSTEM INFORMATION TYPE 3/4 it reads about the location it resides in and some other features. With the gained Information the mobile can pre tune its components.
Now the mobile has to request a Channel to send a LOCATION
UPDATE REQUEST and after some negotiations it waits for, either a PAGING
REQUEST from the network calling its (IMSI) TMSI, or the user of the
mobile sets up a call.
In both cases the mobile gets in an IMMEDIATE ASSIGN
message a Slow Dedicated Control Channel and the time slot, building the channel
to convey all the necessary control data information between the
peers of the now active communication line.
In packet switched technology of GPRS, relating to LOCATION UPDATING REQUEST, the mobile acts like in case of GSM:
After the LOCATION UPDATING REQUEST the mobile looks
for the presence of a SYSTEM INFORMATION TYPE 13 message on the
BCCH.
If it finds one, it reads some important values relating
to GPRS Mobile Allocation, GPRS Cell Options, GPRS Power Control Parameter
and so on.
Now the mobile initiates an ATTACH REQUEST. After
that, the network starts an AUTHENTICATION REQUEST followed
by an IDENTITY REQUEST. ;; If the negotiation
is successful the network sends an ATTACH ACCEPT. The answer of
the Mobile is ATTACH COMPLETE.
In the Trace GPRS-ATTACH
you can find the whole procedure beginning with the LOCATION UPDATING REQUEST in frame number 23,
followed by a channel request and an ATTACH REQUEST. The trace was captured using an OT 290.
Pleas pay attention that there are two sequences of commands following one after another.
First there is the Location Updating procedure, only a simple SDCCH is necessary to do so.
After the radio channel was released a new IMMEDIATE ASSIGNMENT follows, which now
dedicates a temporary block flow. The communication between mobile and network takes
place now by conveying data blocks, not to be seen in the trace.
The network now starts an AUTHENTICATION REQUEST followed by an IDENTITY REQUEST.
After this communication was successful the network sends an ATTACH ACCEPT and the mobile
answers with ATTACH COMPLETE.
You have to keep in mind, that all messages sent in GPRS are send in packed mode.
That is, the message ATTACH REQUEST is packed up in a
LLC frame before conveying it over the radio channel.
5.3 SM ACTIVATE PDP CONTEXT REQ
After the mobile is registered by the network (ATTACH
ACCEPT), it is possible to order an IP-number ( a PDP context ) from the
network. If the IP-number ist granted, the mobile acts as a terminal (always
on) in the world wide Internet.
To request a context the mobile has to send a ACTIVATE
PDP CONTEXT REQUEST message. Amongst other parameters this message contains :
- The Packet data protocol type (e.g. IPv4),
- the Access Point Name (to identify the GGSN of the operator),
- the Quality of Service (QoS) profile ( e.g. Priority, Delay Class, Mean and Peak
Troughput rate and Reliability Class) and so on.
The network should answer the request using the message ACTIVATE PDP CONTEXT ACCEPT. The latter
contains the granted QoS parameter and the IP-number.
You can see this handling in the trace PDP_Context_Request.
5.4 ALLWAYS ON
After the PDP context exists, the GPRS-connection is usable like a LAN-connection.
If you are familiar with the rules an commands of TCP/IP you may verify this by means of
the following example, when a PING-command is issued on the computer
the mobile is connected with.
In frame number 4 you find a PING-command embedded in a LLC-frame.
In frame number 5 The mobile sends a CHANNEL REQUEST "One phase packet access
with request for single time slot up link transmission; one PDCH is needed".
In frame number 27 a Temporary Block Flow (TBF) is assigned. Now it is possible to send
the LLC-frame to the network.
The LLC-frame is split into 5 blocks for transmission over the air-interface.
In frame number 27 retransmission is requested as the TBF is incomplete. Only the first
transmitted block was intact.
In frame number 28 retransmission is requested as the TBF is incomplete. Only four
transmitted blocks were intact.
In frame number 34 a receipt is given that all 5 blocks are transmitted without any trouble.
In frame number 30 a down link channel is assigned.
In frame number 31 this assignment is accepted by the mobile.
In frame number 32 the network sends the answer to the ping.
Please follow the trace and interpret it by your self.
6.1 BASICS
You must be a little familiar with Walsh Functions to understand the basic mode
of operation in UMTS.
The frequency band for Frequency Division Duplex in UMTS covers uplink 1,92..1,98 GHz
and downlink 2,11..2,17 GHz. This frequency band is divided into 6 blocks of an
bandwidth of 9.9 MHz. Every block belongs (in Germany) to one operator. The working
frequency in this block is modulated with an impulse rate of 3,84 million chips
per second (Mcps). To have a difference to the desired signal which is measured in bits,
the impulses with which the carrier frequency is modulated are measured in chips.
6.1 The structure of the network
As you can see from the following picture the GSM/GPRS network and the UMTS network are
brought together in the "Mobile Core Network". If you are subscriber of GSM/GPRS and at the end of
the period of validity of the agreement with your operator you wish to change to UMTS, you get
an UMTS-mobile to a lower price and you can retain your SIM-card (with your phon number).
Your new rights are only updated in the HLR (which use GSM/GPRS and UMTS together).
That is, no special USIM is needed as it is written in some books. With the same mobile
you may communicate in the UMTS-network, or, if not available in the GSM/GPRS-network.
6.3 Coding and decoding RRC-Messages
While in ISDN, GSM and GPRS only some messages are coded in ASN.1, without exception in UMTS the RRC-Messages are
coded in "Packet ASN.1 (PER:ITU-T Recommendation X.691)".
If you are some familiar with ASN.1 you can decode the RRC-Messages as defined in ETSI TS 125331.
Beginning this task you will soon brood over the problem how to handle the optional Information Elements, or how
to deal with the range of a given variable. The solution of this problem is quite easy (you must only know it:-).
You can find the How To in the library demo of inacon (http://www.inacon.com/library/demo/index.php).
You will find there an example how to decode the message rrcConnectionRequest.
In the paragraphs 1..5 of these script I used to explain the rules of mobile communication, for teaching purposes,
by explaining the traces captured from the air interface. To continue doing so it was necessary to think it
over, where from can I get traces from the UMTS-air-interface. There were some possibilities:
- To take the traces from the Iub interface of the Node B captured by a Tektronix trace-tool.
Result of reflection: Not possible, as to expensive and the not answered question, how should a teacher get access to the Radio Network System?
- To capture the trace with a Qualcomm-trace-mobile and decode with Friendly Viewer.
Result of reflection: Capture traces on the air-Interface is possible but too expensive for teaching purposes.
- our solution: Mr. Sebastian Göller wrote, as already done for ISDN and GSM/GPRS, a translator for UMTS-Traces, given
in hex-format, and I had to write the scripts to translate the traces ETS-conform, a hard work:-( . Please have a look
to he following picture.
You can see the filter to separate the different channels and the possibility to tune in "line numbers" in each message.
The question is where from do we get raw traces to translate them as for example RRC CONNECTION REQUEST
6.4 RRC Connection Establishment
In GSM/GPRS connection establishment is organized by Radio Resource (RR) messages. In UMTS this task
is performed by Radio Resource Control (RRC) messages. While in GSM/GPRS only a Channel Request on the
RACH is sent. In UMTS the Channel Request procedure is some what more sophisticated.
In UMTS (CDMA-systems) power control is a very important task. It is needed to
minimize the interference in the system. A subscriber, sending with a too high power can block
the whole system. There fore a subscriber who wants to start a connection, that means
wants to get a channel, has to act in the way as shown in the following picture.
6.5 A telephone call in UMTS
As the principle of packaging the NAS-Messages into the messages INITIAL-,UPLINK-,
or DOWLINK-DIRECT TRANSFER is generally valid in UMTS, you will find in the UMTS Trace of a
telephone call without the from GSM known messages
only a few UMTS-typical.
Last update on 13.01.06. Will be continued :-)